Hühner, Hasen und Käse-Sahne-Torte

Eine wunderbare Auszeit für die Alte Poststraße 27

Wir hatten das große Glück, dass unsere Mitarbeiterin Kerstin und ihre Familie den ganzen Wohnbereich Alte Poststraße 27 zu sich nach Hause eingeladen haben. Schon viele Tage zuvor war die Vorfreude sehr groß. Schon am Abend davor packte Heiko eine Decke zum Hinlegen, eine Schürze fürs Grillen und Spielsachen zusammen. Und am Tagesplan wurde das Bild für einen Ausflug und alle Fotos von den Mitbewohnern aufgehängt. Am Freitag, den 12.06. machten wir uns auf den Weg nach Sachsen bei Ansbach. Das Wetter war toll und so konnten wir uns den ganzen Nachmittag und Abend im Garten aufhalten. Es gab viel zu entdecken: Hühner, Hasen, Hunde, eine Werkstatt, einen alten Traktor, ein Trampolin und vieles mehr. So war für jeden etwas Spannendes dabei. Es gab Kaffee und leckere Kuchen. Die Mutter einer weiteren Kollegin hatte nur für uns eine Käse-Sahne-Torte gebacken und am Abend wurde gegrillt. Kerstins Mann hatte sich extra einen großen Grill von der Feuerwehr geliehen. Es war ein wunderbarer Tag! Vielen Dank dafür! 


Seit nunmehr neun Jahren lebt Sebastian Deim den alle eigentlich nur „Basti“ nennen in der Wohngruppe Kastanienhof 3 im Sonnenhof. Seit jeher nimmt er an unterschiedlichen Angeboten des Sportprogramms teil und ist fester Teil des Basketball-Teams. Auch außerhalb des Spielfeldes ist Basti ein vielseitig sportinteressierter, junger Mann. Er gilt als wahrer Formel-1-Experte, der alle Fahrer, jeden Rennstall und nahezu jede Rennstrecke kennt.

Basti hat im Dezember letzten Jahres nun aber ein neues sein eigenes Rennen aufgenommen: Gegen das eigene Gewicht. Trotz aller sportlicher Aktivitäten in der Vergangenheit hatte er lange ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen und sich immer wieder darüber geärgert. Also ging er das Thema mit seinen beiden ebenfalls sportbegeisterten Mitarbeitern Annika und René an.

Annika und René legten sich mächtig ins Zeug und entwickelten mit Basti einen sehr speziellen Fitness– und Ernährungsplan. Dieser wurde ärztlich geprüft, jede Menge Rezepte wurden entwickelt und die Woche mit Trainingseinheiten gefüllt.

Zunächst war alles eine große Umstellung für Basti und er musste sich erst daran gewöhnen. Annika und René waren aber sofort begeistert von seiner Motivation und seinem Durchhaltevermögen.

„Basti zieht voll mit, ist total motiviert und sehr diszipliniert“, freut sich René über Bastis Engagement bei den Trainingseinheiten und bei der Ernährungsumstellung. Auch das gesamte Team der Wohngruppe unterstützt Basti bei der Zubereitung der Mahlzeiten.

Schon nach ein paar Wochen waren die, ersten Auswirkungen des Trainings und der Ernährungsumstellung zu sehen: Die Pfunde purzelten nur so! 

Leider kann Basti, als Folge der Corona Pandemie erst einmal nicht mehr in das Fitnessstudio/Reha Zentrum nach Ansbach gehen. Aber auch davon lässt er sich nicht aufhalten.

Zusammen mit Annika und René hat er einfach sein Trainingsprogramm umgeworfen und den aktuellen Bedingungen angepasst.

Statt Gewichte über Seilzüge im Fitnessstudio zu stemmen, stemmt Basti jetzt Stühle auf der Wohngruppe. Aus Eisenhanteln sind nun gefüllte Wasserflaschen geworden. Statt Laufband geht es aufs Fahrrad oder den Ergometer in seinem Zimmer.

Basti lässt sich nicht aufhalten und ist dem Ziel in seinem persönlichen Rennen schon näher gekommen:

Basti hat seit Dezember 2019 bis Mitte Mai 2020 bereits 21 kg abgenommen!


 
 

Grüne Wiese wurde zum braunen Fußballfeld

„Los komm, gib ab .hier, zu mir, ich steh frei…..!“ Acht unermüdliche Kicker frönen ihrer Leidenschaft und ihrem Hobby. Sie rennen, grätschen, passen, schießen und scheuen sich nicht auch unter diesen Bedingungen vollen Einsatz zu geben. Sie kämpfen um den Ball und schmeißen sich mit voller Motivation in den Dreck. Der Spielplatz im Sonnenhof steht an diesem 10. März 2020 unter Wasser, weil es zuvor geregnet hatte. Statt einer grünen Wiese ist hauptsächlich ein braunes Matschfeld zu sehen. Dieses ist das Spielfeld der Fußballer und nach anfänglicher Zurückhaltung verfliegt diese nach den ersten Bodenkontakten.

Jetzt ist es eh schon wurscht!“, schreit Aurele und schmeißt sich beim nächsten Angriff erneut mit voller Wucht in den Matsch und grinst dabei bis über beide Ohren. Mitarbeiter und Fußballtrainer Volker Wehner ist hin und her gerissen. Einerseits begeistert von der Spielfreude, dem Spaß und dem Einsatz der Fußballer, andererseits hadert er bereits während dem Spiel schon mit der mehr als verschmutzten Kleidung: „Ich musste ständig an Frau Sperr und ihr Team in der Wäscherei denken“, so seine Vorahnung, dass dieses Spiel ein „Nachspiel“ haben könnte. Auch er zeigte zum Schluss Einsatz und versuchte die verschmutzte Sportkleidung gleich nach dem Abpfiff einzusammeln und erst einmal vorzuwaschen: „Leider sind mir dabei scheinbar ein paar Kleidungsstücke durch die Lappen gegangen“, musste Volker Wehner nach einem Anruf von Frau Sperr einige Tage später feststellen. Daher an dieser Stelle noch einmal ein sportliches „Sorry“ an Frau Sperr und das Team der Wäscherei.